NanoBanana ist schon ziemlich genial.
Automatische Bildbearbeitung ist jetzt erst einmal nichts Neues. Ich habe bereits in diesem Artikel über die Bearbeitung von Bildern mit FLUX berichtet.
Aber: Googles NanoBanana hat einfach eine ganz andere Qualität! Du kannst auf Basis eines Inputs super einfach ein Thumbnail, ein Werbefoto, eine neue Szene erstellen. Der Fantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt.
Wie genau das funktioniert, zeigen wir hier.
Automatisierte Bildbearbeitung mit Google Nano Banana
Im neusten YouTube-Video zeigt Sven, wie wir ein Subszenario in make.com erstellt haben, das wir zur Bearbeitung von Bildern nutzen, beispielsweise zur Erstellung von Thumbnails.
Wir holen ein existierendes Bild als URL (in unserem Fall Cloudinary) ab, laden es herunter und bearbeiten es mit Nano Banana. Dabei funktioniert die Bildbearbeitung mit Nano Banana über das Modell „Generate a response“ von Google Gemini.
Input: Ein Foto. Output: Ein bearbeitetes Foto!
Schritt-für-Schritt-Anleitung
Die Logik ist schnell erklärt:
Bild-URL anfordern, Bild per HTTP herunterladen, als Datei in die Gemini-Umgebung hochladen, NanoBanana mit zwei Nachrichten ansteuern (File + Text), Antwort als Image erwarten, auf Cloudinary hochladen, fertige URL zurückgeben und weiterverarbeiten!
Benötigte Inputs und Module
Hier die komplette Liste der Komponenten, die du ins Szenario einbauen musst, um es nachzubauen:
- Start a Scenario (Sub-Szenario-fähig) als Einstieg. Sehr zu empfehlen!
- HTTP-Request: Bild per URL herunterladen (Binary-Antwort aktivieren).
- Upload File in die Gemini-App-Umgebung: Message-Type = File; MIME-Type korrekt setzen.
- Banana/NanoBanana-Call: zweite Nachricht als Text-Prompt; Response Modality = Image.
- Cloudinary-Upload: Resource-Type = Image; Dateiname z. B. mit Timestamp.
- Return Output: fertige Cloudinary-URL zurückgeben.
Implementierung und Ablauf
Du lädst die Datei direkt in der Gemini-Umgebung hoch. Selbst mit URL und MIME-Typ reicht das nicht, denn NanoBanana verarbeitet nur Dateien, die als File-Message vorliegen. Danach folgt ein zweiter Part als Text. Stell die Response Modality auf Image, damit ein Bild zurückkommt.
Achte auf einen „sauberen“ Datenstrom. Arbeite mit binären Daten und setze den MIME-Typ beim Upload. Beim Cloudinary-Upload nutzt du Resource-Type Image und einen eindeutigen Dateinamen. Ein Timestamp verhindert Konflikte.
Für eine schlanke Integration baust du alles als Sub-Szenario auf. Am Anfang steht Start a Scenario und am Ende Return Output. So bindest du den Ablauf in andere Automationen ein. Inputs sollten mindestens Bild-URL und Prompt enthalten. Wenn der Prompt zwingend gebraucht wird, markierst du ihn als Required.
Fehlerhandling und Laufzeit
Probleme können beim Upload, bei der Modellverarbeitung oder beim Cloudinary-Transfer auftauchen. Eine kleine Retry-Logik reicht meist. Prüfe die Rückgabecodes der HTTP-Calls. Wenn das Modell unsauber antwortet, gibst du eine klare Fehlermeldung zurück und protokollierst das Ergebnis.
Die Bildbearbeitung dauert meist 10 bis 15 Sekunden. Plane Wartezeiten ein und gib nachgelagerten Modulen Bescheid, falls Timeouts auftreten.
Beispiele und kompakte Prompts
Ein paar typische Fälle:
- T-Shirt anpassen: „Change the T-shirt color to green and add a basecap on the head; keep facial features unchanged.“
- Produktfoto Sneaker: „Create a vibrant ad photo for the sneaker showing youthful energy; keep shoe visible and adjust background for lifestyle look.“
- TikTok-Thumbnail: „Clickworthy thumbnail in orange, red and black with title ‚Unbelievable‘; adjust facial expression slightly without altering the face itself.“
Halte Prompts knapp und präzise. Du kannst sie auch automatisch aus Blogtexten oder Metadaten erzeugen und direkt ins Sub-Szenario geben.
Einbettung in Workflows
Das Sub-Szenario lässt sich leicht in Content-Pipelines einbauen. Typische Einsätze sind automatische Thumbnails für Social Posts, große Bildmengen für Produktlisten oder Varianten für A/B-Tests. Spannend ist auch die Generierung von Prompts aus Blogtext, um passende Stimmungen oder Gesichter zu erzeugen.

Das komplette Video
Die gesamte Anleitung findest du auf YouTube.





